Anonim
Ein Team von MIT-Forschern unter der Leitung von Professor Sangbae Kim hat einen Gepardenroboter entwickelt, der (vorerst) auf vier Beinen mit einer Geschwindigkeit von über 15 km / h galoppieren kann.
Technologie, die galoppiert. Um die Wahrheit zu sagen, dieser Gepardenroboter hat sehr wenig: weder das Aussehen, noch die Geschwindigkeit (in der Natur können diese Tiere bis zu 110 km / h beschleunigen) noch die Beweglichkeit. Es könnte jedoch einen Wendepunkt in der Gestaltung der Automaten der Zukunft darstellen.
Die ersten im Feld durchgeführten Tests scheinen sehr vielversprechend zu sein: Der Roboter-Gepard hat eine Geschwindigkeit von 15 km / h erreicht, und laut Wissenschaftlern könnte diese Version bald die 50 km / h-Grenze überschreiten.

4 mal im bein. Im Gegensatz zu anderen "Gepardenrobotern", die von anderen Labors (Boston Dynamics und Polytechnic of Lausanne) hergestellt wurden, liegt das Geheimnis in den Beinen: Jedes von ihnen wird von einem Algorithmus gesteuert, der die von den Motoren auf den Boden abgegebene Kraft reguliert mit dem Ziel, eine bestimmte Geschwindigkeit beizubehalten. Je schneller Sie im Allgemeinen erreichen möchten, desto größer ist die ausgeübte Kraft.

Laut Professor Kim haben die großen Sprinter wie Usain Bolt unbewusst denselben mechanischen Ansatz. Kurz gesagt, der Roboter "fliegt", während er mit einer langsamen Trittfrequenz galoppiert, und macht dabei lange Sprünge zwischen den Stützen (sichtbar im Video in Minute 1:11). Dieses System erlaubt es, auch auf unebenem Boden sehr stabil zu sein und auch bei Hindernissen nicht das Gleichgewicht zu verlieren.

Kein Stolpern. "Die meisten Roboter sind langsam und schwer, und dies ermöglicht keine vollständige Kontrolle über ihre Stärke, wenn sie sich mit hoher Geschwindigkeit bewegen", erklärt Kim.

Stattdessen wird in seinem mechanischen Gepard die Kraft nur im Moment des Aufpralls kontrolliert: Auf diese Weise schafft es die Maschine, stabil, wendig und sehr schnell zu sein. Und der Mangel an empfindlichen Sensoren in den Beinen macht es viel robuster als seine Kollegen.

Eco Roboter. Im Gegensatz zu herkömmlichen Quadruptrobotern ist Kims Gepard nicht einmal energiedurstig: Statt sperriger und schwerer Dieselmotoren wird er von hocheffizienten Elektromotoren angetrieben.

Der von den Forschern entwickelte Algorithmus ermöglicht es, die Geschwindigkeit des Bewegungszyklus jedes Beins in Bezug auf die zum Vortrieb erforderliche Kraft zu optimieren. Das Ergebnis ist ein leiser und effizienter Roboter wie eine Katze im Fleisch.