Anonim

Aus Parthenogenese geborene Tiere können fruchtbar sein. Nicht nur: Diese Fortpflanzungsstrategie ist weit verbreiteter als man denkt, so dass sie für einige Arten eine echte Alternative zur sexuellen Fortpflanzung darstellt.

Zum ersten Mal wurde beobachtet, dass ein weiblicher Hai, der "ohne Vater" geboren wurde, Nachkommen mit jungfräulicher Fortpflanzung zum Leben erweckte (Jungfrauengeburt, dh ohne die Hilfe eines Mannes). Eine Entdeckung, die die Überzeugung erschüttert, dass Individuen, die durch Parthenogenese geboren wurden, als "toter Zweig" der Evolution angesehen werden, der dazu bestimmt ist, früher als andere zu sterben und keine Reproduktionsmöglichkeiten bietet.

Ohne Vater, ohne Ehemann. Die doppelte Fortpflanzung ohne Befruchtung wurde an einem weiblichen Bambushai (Chiloscyllium plagiosum) beobachtet, der in Gefangenschaft gehalten wurde. Eine genetische Analyse hatte ergeben, dass seine Nachkommen ohne Vater geboren wurden, wobei sich Embryonen - durch eine Art Autoklonation der mütterlichen DNA - autonom aus Eizellen entwickelten, die nicht von einem Mann befruchtet wurden.

Eine der Töchter brachte wiederum die Parthenogenese zur Welt, was zeigt, dass diese Art der Reproduktion kein Fehler der Evolution ist, wie oft angenommen wird. Die Forschung wurde von Nicolas Straube von der Bayerischen Staatssammlung für Zoologie in München (Deutschland) durchgeführt.

Nicht so selten. Eine zweite Studie, die fast gleichzeitig veröffentlicht wurde, zeigt, dass die Parthenogenese bei 20 verschiedenen Schlangenarten weit verbreitet ist. Bisher wurde es gelegentlich bei Klapperschlangen (eine Unterfamilie giftiger Vipern), bei Haien, bei Sägefischen (auch in freier Wildbahn und nicht nur in Gefangenschaft) und bei einigen Vögeln beobachtet, aber es galt als seltenes Mittel. Die beiden neuen Entdeckungen verändern die Karten auf dem Tisch.