Anonim

Die Cephalorks von Maui (Cephalorhynchus hectori maui), die kleinsten Delfine der Welt, sollen bis 2030 verschwinden. Der Alarm wurde auf der letzten Sitzung des wissenschaftlichen Komitees der Internationalen Walfangkommission (IWC) in San gegeben Diego (Kalifornien).

Über das Schicksal von Kleinsäugetieren berichtete Nabu, die deutsche Organisation zur Erhaltung gefährdeter Arten, die die letzten verbliebenen Exemplare in den Gewässern vor Neuseeland überwachen soll. Trotz vieler Handlungsaufforderungen erscheint das Unternehmen schwierig, wenn nicht unmöglich.

Immer weniger. Diese Delfine, die ausschließlich in den Gewässern der Nordinsel (Neuseeland) leben, sind die kleinsten der Welt: Sie messen 1, 2 bis 1, 6 Meter und wiegen rund 50 kg. Was sie von anderen Delfinen (Delphinidae) unterscheidet, ist die eher abgerundete Rückenflosse und die Farbe, die im unteren Teil des Körpers weiß und an den Seiten grau ist.

Der Aussterben der Maui-Delfine, der in den 1970er Jahren begann, scheint sich seinem Ende zu nähern. Von den 1800 Exemplaren, die 1970 registriert wurden, hat es heute eine Höhe von fünfzig erreicht. Von diesen sind nur fünfzehn fruchtbare Frauen. Zwischen wahlloser Fischerei und dem Fehlen eines wirklichen Schutzes ist die Wahrscheinlichkeit der Fortpflanzung und des Fortbestehens der Art eher gering.

Unzureichende Maßnahmen. Laut dem Nabu-Bericht ist die Hauptursache für das Verschwinden dieser Wale das Fischen mit der Postnetzmethode. Dies sind sehr große vertikale Netze, die ins Meer geworfen werden, um so viele Fische wie möglich zu fangen. Unter den Unglücklichen landen immer häufiger auch Delfine.

Obwohl die neuseeländische Regierung bereits versucht hat, diese Art des Fischfangs einzuschränken, kritisiert die Präsidentin von Nabu, Barbara Maas, die übertriebene Toleranz der Behörden und die Unfähigkeit, wirklich wirksame Maßnahmen zum Schutz dieser Tiere zu ergreifen.

Unten der Countdown für Maui-Delfine in einer Videomontage vor einigen Jahren.

Gezielte Eingriffe würden nach Angaben der deutschen Organisation unter Berücksichtigung der Fortpflanzungszyklen von Delfinen und einzelnen Exemplaren eine Verzögerung des Endes von 4 bis 18 Jahren ermöglichen, doch die Gesamtzahl der Exemplare reicht nicht mehr aus, um die Kontinuität der Art und der Bestände zu gewährleisten Aussterben ist jetzt unvermeidlich. Es ist nur eine Frage der Zeit.