Anonim

Lange Zeit glaubte man, die Meeresabgründe seien wie riesige Wüsten, weil der starke Druck, dem Tiere ausgesetzt sind, das Leben behindert. In der Marianne-Grube (Pazifik, 11.000 Meter tief) beispielsweise unterliegt jeder Organismus einem hydrostatischen Druck von 1064 Atmosphären, der 1064 Mal höher ist als der, den wir auf der Erdoberfläche auf Meereshöhe erleiden. Aber für die Kreaturen, die im Abgrund leben, drückt der Druck auf alle Seiten und stört sie nicht wie die Luft, die uns belastet. Ihre Gewebe entwickeln sich in dieser Umgebung, und die im Körper befindlichen Flüssigkeiten nehmen einen solchen Druck auf, dass sie ein Gleichgewicht mit dem äußeren Druck herstellen. In diesen Gebieten fehlt aufgrund der Dunkelheit das Pflanzenleben vollständig. Nahrung "regnet" daher aus den oberen Schichten. Die Organismen der Fossa Marianne sind größtenteils nur wenige Zentimeter lang: Actinien, Polychaeten, Olotouroide (Elpidia, Myriotrochus, Scotoplanes), Muscheln, Isopodenkrebstiere und Amphipoden. In kleineren Tiefen (bis zu 5-6.000 Metern) gibt es eine große Vielfalt an Fischen: vom abyssischen Seeteufel über den Dreifußfisch bis zum Pelikanfisch.