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Schon von weitem sind ihre bunten Lackierungen besonders schön, wenn wir sie im Flug sehen. Doch unter dem Mikroskop wirken die Flügel der Schmetterlinge noch hypnotischer und wundervoller: Zum Glück war Linden Gledhill, Biochemikerin und Fotografin, Autorin dieser Serie kaleidoskopischer Makros.

In seinen bis zu siebenfach vergrößerten Aufnahmen sind die Schuppen der Flügel von Schmetterlingen und Motten in ihrer schillernden Schönheit sichtbar und nehmen fast die Konsistenz eines Gewebes an: eine luftige und leichte "Parade", deren Designer noch ist einmal Mutter Natur.

Auf dem Foto ein Detail der Flügel eines "Birdwing" -Schmetterlings (Gen. Trogonoptera, Troides, Ornithoptera) aus Australien und Südostasien.

Gledhill sagte, er habe dank eines Mikroskops eine "zweite Stufe der Schönheit" in den Flügeln der Schmetterlinge entdeckt. Der Fotograf startete die Serie mit einer herkömmlichen Kamera, die "mit alten Mikroskopobjektiven ausgestattet" war. Aufgrund der Attraktivität der Motive entschied er sich jedoch bald für einen Wechsel zu einem professionelleren Modell und verwendet nun ein Olympus BH-2-Mikroskop mit LED-Beleuchtung und Hochgeschwindigkeitsblitz.

Der Reiz der Flügel von Schmetterlingen ist in der Etymologie des Wortes verborgen, von Lepid, Scaglia und Pteròn, ala: wörtlich "Flügel mit Schuppen". Die winzigen Formationen, die in enger Formation wie Dachziegel auf dem Flügel platziert sind, dienen dazu, den Partner zu verführen, die Raubtiere zu erschrecken und sich so gut wie möglich in den umgebenden Lebensraum einzufügen.

Auf dem Foto ein Detail der Flügel der Madagaskar-Kometenmotte (Argema mittrei), so benannt nach den langen roten Enden ihrer Flügel.

Wie werden Motten unsichtbar? Sehen Sie sich das Video an

Die Bemalung einer der buntesten und bewundertesten Motten der Welt, der Urania von Madagaskar (Chrysiridia rhipheus). Im Gegensatz zu den Flügeln vieler anderer Schmetterlinge nehmen die Flügel dieses Insekts die schillernden Farben nicht von chemischen Pigmenten, sondern von der Beugung des Lichts, das durch die mikroskopisch gekrümmten Schuppen erzeugt wird, die sie bedecken. Aus diesem Grund stehen sie im Zentrum von Dutzenden von optischen Studien.

Wieder eine Urania aus Madagaskar. Die Konformation der schillernden "Lamellen" auf den Flügeln einiger Schmetterlinge wird derzeit von Gruppen von Wissenschaftlern untersucht, die mithilfe der Biomimik Farbstoffe oder Kosmetika mit Metallic-Effekt oder sehr dünne Monitore der neuen Generation herstellen möchten Photonische Kristalle, die in Abhängigkeit von der Ausrichtung in Bezug auf die Lichtquelle ihre Farbe ändern können.

Das charakteristische Merkmal eines Morphus-Schmetterlings, das wegen der schillernden blauen Farbe seiner Flügel sehr beliebt ist. Die meisten Fotos von Linden, die wir hier bewundern, wurden siebenmal vergrößert, obwohl ihre Instrumentierung verschiedene Vergrößerungsstufen zulässt.

Dies wurde zum Beispiel um das 50-fache vergrößert, um ein ansonsten unsichtbares Detail einzufangen: ein Pollenkorn, das in den Flügeln eines Schmetterlings Protographium agesilaus verwickelt ist, der in Mittel- und Südamerika beheimatet ist (wir sehen es hier in Lebensgröße).

Während sich die Schmetterlinge vom Nektar der Blüten ernähren, wird ihr Körper mit Pollen verschmutzt, der unwillkürlich zur nächsten Blüte transportiert wird. Dies ist der Bestäubungsmechanismus, durch den sich die meisten Blüten vermehren können.

Die Geheimnisse des Schmetterlingsflugs

Die Flügel einer Cithaerias aurorina, einer aus Peru stammenden Motte mit rosa Unterflügeln und zwei "Augen" -förmigen Verzierungen.

Die Flügel der Cithaerias aurorina sind durchsichtig und es ist möglich, eines der beiden "Gesichter" durch das andere zu sehen. Auch unter dem Mikroskop: Auf diesem Foto steht uns der weiße Fleck auf einem der beiden Flügel gegenüber. Die roten Lamellen befinden sich auf der anderen Seite des Flügels, aber wir sehen sie in Transparenz.

Die Flügel eines Graphium weiskei arfakensis, eines in Neuguinea heimischen Schmetterlings. Der Stoff der Schmetterlingsflügel besteht aus verschiedenen Nervenfasern und einigen Röhrchen, den Luftröhren, die zum Sauerstofftransport dienen.

Unter dem Mikroskop eine der berühmtesten Motten: der Monarchfalter, berühmt für seine "epischen" Wanderungen, die Tausende von Kilometern dauern (eine Fotogalerie auf dieser rekordverdächtigen Reise).

Eine andere Sorte des blauen Schmetterlings Morpho, ein Morpho-Zephryte.

Vom hässlichen Entlein zur Frau des Himmels: So wird ein Schmetterling geboren

Die gefleckten Flügel eines Schmetterlings Troides hypolitus sangirensis.

Eine Seltenheit von Sulawesi (Indonesien): der Papilio blumei fruhstorferi, bekannt für seine schwarzen Flügel mit grünen Wasserbändern.

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In seinen bis zu siebenfach vergrößerten Aufnahmen sind die Schuppen der Flügel von Schmetterlingen und Motten in ihrer schillernden Schönheit sichtbar und nehmen fast die Konsistenz eines Gewebes an: eine luftige und leichte "Parade", deren Designer noch ist einmal Mutter Natur.
Auf dem Foto ein Detail der Flügel eines "Birdwing" -Schmetterlings (Gen. Trogonoptera, Troides, Ornithoptera) aus Australien und Südostasien.