Landwirtschaft gegen Vögel

Anonim

Landwirtschaft gegen Vögel
In den letzten 24 Jahren sind viele Arten von Feldvögeln zurückgegangen. Ursache ist die Veränderung des Lebensraums durch intensivere landwirtschaftliche Nutzpflanzen.

Ein Kiebitz. Es gehört zu den bedrohten Arten. Foto: © LIPU (Italienische Vogelschutzliga).
Ein Kiebitz. Es gehört zu den bedrohten Arten. Foto: © LIPU (Italienische Vogelschutzliga).

Es ist eine der am wenigsten bekannten Bedrohungen. Die Landwirtschaft in Europa verringert langsam die Anzahl der Vögel, die auf den Feldern leben. Es sind wenig bekannte, aber sehr schöne Arten wie die Trappe oder der Kiebitz. Oder der mysteriöse Wachtelkönig, der sein seltsames Lied nur an wenigen Orten in Europa hört. Dies geht aus einer Untersuchung hervor, die Lipu (Italienische Vogelschutzliga) und Birdlife International, der europäische Verband, der sich für die Verteidigung von Vögeln und Lebensräumen einsetzt, in Berlin vorgestellt haben. Die Untersuchung mit dem Titel "Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucher" untersuchte 18 europäische Länder. Das Ergebnis ist, dass von 1980 bis heute Populationen von Arten wie dem Kiebitz, der gelben Ammer und der Lerche um einen Prozentsatz von mehr als dreißig Prozent zusammengebrochen sind.

Die Nummern des Problems. Von insgesamt 450 Arten waren 150 von dieser Veränderung des Lebensraums betroffen und konnten nur in Gegenwart einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Landwirtschaft überleben. Der in westeuropäischen Ländern stärker ausgeprägte Rückgang ist im Wesentlichen auf eine Intensivierung der industriellen Landwirtschaftspraktiken zurückzuführen.

Zukünftiges Europa.
Lipu bittet daher darum, dass die Länder, die bald nach Europa einreisen werden, ihre Landwirtschaft nicht radikal verändern und dennoch landwirtschaftliche Anbauten beibehalten, die die in Westeuropa verschwundenen Vogelarten unterstützen können. "Wenn dies nicht geschieht, müssen wir auch in diesen Ländern den Rückgang und in einigen Häusern das Verschwinden wichtiger Tierarten und allgemeiner der biologischen Vielfalt beobachten", sagt Patrizia Rossi, Leiterin der Landwirtschaft in Lipu.

(News aktualisiert am 24. Februar 2004)