Die kleinste Graphenbirne der Welt | Wissenschaft 2020

Anonim

Eine Forschungsgruppe der Columbia University hat die erste Glühbirne auf Graphenbasis entworfen und hergestellt. Das Licht wird durch ein Filament aus dem "Wundermaterial" erzeugt: Es ist die kleinste Glühbirne der Welt.

Die in Nature Nanotechnology veröffentlichte Studie ebnet den Weg für die Entwicklung superschneller Computer und optischer Kommunikationsgeräte.

Die Wissenschaft arbeitet seit Jahren an der Herstellung von infinitesimalen Lichtquellen, die in Siliziumchips implementiert werden, um Supercomputer zu bauen, die Licht anstelle von Elektrizität verarbeiten. Dank der Leichtigkeit und Flexibilität von Graphen ist die von Young Duck Kim geleitete Gruppe nun einen wichtigen Schritt in diese Richtung vorangekommen. Flexible Displays und optische PCs. "Diese neue Lichtquelle kann den Weg für flexible, transparente Displays und Geräte für die optische Kommunikation auf der Basis von Graphen-Chips ebnen", erklärt James Hone, einer der Forschungsleiter bei Columbia.

Sein Team entwickelte in Zusammenarbeit mit zwei koreanischen akademischen Gruppen (Seoul National University und Korea Research Institute of Standards and Science) die Technologie, indem es Graphenfilamente an Metallelektroden anbrachte, die alle in einem Siliziumchip schwebten. Die Elektroden erwärmten die monoatomare Graphenschicht auf 2500 Grad Celsius, eine Temperatur, die ausreicht, um trotz der infinitesimalen Größe des Objekts mit bloßem Auge sichtbares Licht zu erzeugen. Das folgende Video zeigt den von den Wissenschaftlern entwickelten Prozess.