Der Gummi, der Energie erzeugt | Wissenschaft 2020

Anonim

So gesehen scheint es wie eine einfache Plastikfolie, und stattdessen hat der von der japanischen Firma Ricoh hergestellte Gummi eine fast überraschende Eigenschaft: Wenn man daran zieht, erzeugt er Energie. Sondermaterialien. Diese Besonderheit wird durch die Piezoelektrizität ermöglicht, ein Phänomen, das einige Materialien charakterisiert, die bei mechanischer Einwirkung (z. B. Kompression) eine Potentialdifferenz - kurz elektrische Ladung - erzeugen, die "aufgefangen" werden kann.

Die am häufigsten für diesen Zweck verwendeten Keramiken und Polymere weisen jedoch einige Einschränkungen auf: Die ersteren produzieren mehr Energie, sind jedoch zerbrechlich und schwer; Letztere sind dünner und flexibler, haben aber eine schlechte elektrische Leistung. Ricoh-Kautschuk fasst sich in den Vorzügen der anderen piezoelektrischen Materialien ohne die Gegenanzeigen zusammen: Es ist in der Tat ein weicher und elastischer Stoff, aber mit einer mit Keramik vergleichbaren Ausbeute und einer Elastizität, die sogar höher ist als die von Polymeren.

Nach Angaben des Unternehmens wurde der Kautschuk einer hohen Anzahl von Tests unterzogen, ohne dass Anzeichen einer Verschlechterung auftraten; Seine "Fließfähigkeit" macht es auch einfach, auf industrieller Ebene in großem Maßstab zu produzieren.

Geheimnisse und Perspektiven. Das japanische Unternehmen erklärt, dass "der Energie erzeugende Gummimechanismus nicht mit den anderen piezoelektrischen Materialien identisch ist", dass es jedoch keine Einzelheiten zu seiner Zusammensetzung preisgibt. Ein Geheimnis, das zum gegenwärtigen Zeitpunkt verständlich ist, das es uns jedoch nicht ermöglicht, die Zuverlässigkeit der erstaunlichen Eigenschaften von Gummi zu beurteilen. Es wurde auch nicht bekannt gegeben, wann das Produkt auf den Markt kommen wird.

Über die vorläufigen Vorkehrungen hinaus würde sich dieses neue Material jedoch für zahlreiche Anwendungen in verschiedenen Bereichen eignen: Denken Sie nur an die Möglichkeit, flexible Sensoren zu entwickeln, die sich selbst speisen, beispielsweise für digitale tragbare Geräte und allgemeiner im Kontext des so genannten Internets von Dinge.