Kernenergie - Wie viele Arten radioaktiver Abfälle gibt es? | Wissenschaft 2020

Anonim

In Italien sieht das Gesetz drei Kategorien von Atommüll vor. I KATEGORIE Restmüll (Low-Level Waste, LLW), dessen radioaktive Zersetzungszeit in der Größenordnung von einigen Monaten bis zu einigen Jahren liegt. Sie stammen in der Regel aus kerntechnischen Anlagen, aus medizinischen und industriellen Anwendungen sowie aus der wissenschaftlichen Forschung: Es handelt sich um kontaminierte Materialien wie Papier, Lappen, Schutzkleidung, Filter, verschiedene Flüssigkeiten (wässrige oder organische Lösungen) usw. KATEGORIE II Hierbei handelt es sich um mittelaktive Abfälle (Intermediate Level Waste, ILW), deren radioaktive Zerfallszeit zwischen einigen zehn und mehreren hundert Jahren liegt. Diese Kategorie umfasst hauptsächlich Abfälle aus bestimmten Produktionszyklen von Kernkraftwerken und insbesondere aus Kernkraftwerken sowie aus bestimmten medizinischen, industriellen und wissenschaftlichen Forschungszwecken. Dies umfasst Teile und Komponenten von Anlagen, die aus Stilllegungsarbeiten (Demontage) von Kernkraftwerken stammen, sowie die Verarbeitung von Abfällen, Schrott, verschiedenen Flüssigkeiten, Schlamm, verbrauchten Harzen usw. III KATEGORIE Hochwertiger Abfall (HLW), dessen radioaktive Zersetzungszeit Tausende von Jahren und darüber hinaus beträgt und der die meisten der im Reaktor produzierten Spaltprodukte und Transuranale enthält. Diese Kategorie umfasst insbesondere: - flüssige Abfälle mit hoher spezifischer Aktivität, die aus dem ersten Extraktionszyklus von Wiederaufbereitungsanlagen (oder gleichwertigen Flüssigkeiten) stammen, und Feststoffe, in die diese Flüssigkeiten umgewandelt werden können. - Abfälle, die Alpha- und Neutronenemittenten enthalten und hauptsächlich aus wissenschaftlichen Forschungslabors, aus medizinischen und industriellen Anwendungen, aus Produktionsanlagen für Mischoxidbrennelemente und aus Wiederaufbereitungsanlagen stammen. Abgebrannter Kernbrennstoff wird im Allgemeinen nicht als Abfall betrachtet, da er noch eine erhebliche Menge an nützlichem spaltbarem Material enthält, das durch chemische Prozesse (Wiederaufbereitung) zurückgewonnen werden kann. Falls entschieden wird, es so zu entsorgen, wie es ist, handelt es sich um Abfall der Kategorie III. [Quelle: Sogin]