Banksy, die endlose Jagd | Kultur 2020

Anonim

Ist es so notwendig, Banksys Vor- und Nachnamen wirklich zu kennen, um seine Kunst zu würdigen? Wahrscheinlich nicht, aber genau dies ist das Ziel einer Studie der Queen Mary University of London, die letzte Woche im Journal of Spatial Science veröffentlicht wurde.

Die Forscher verwendeten die "Geographic Profiling" -Technik, einen Untersuchungsansatz auf dem Gebiet der Kriminologie, um zu versuchen, die Identität des Künstlers zu entlarven.

Haben sie es geschafft? Nicht definitiv. Die angewandte Methode könnte sich jedoch als nützlich erweisen, um den Kreis um ganz andere "Gesuchte" zu schließen, zum Beispiel um mutmaßliche Terroristen, die in europäischen Städten versteckt sind.

Bekannte Orte. Das Team wählte 140 Graffiti aus, die Banksy aus London und Bristol zugeschrieben werden. Durch das Überkreuzen der Positionsdaten konnten die Wissenschaftler einige wichtige "Hotspots" aufspüren, an denen der Schriftsteller vermutlich häufig wie ein Pub, ein Fußballfeld, die Adresse eines Hauses in Bristol und drei verschiedene vorbeikommt civic london. Die Hinweise würden zum Namen von Robin Gunningham führen, einem Künstler, der bereits am Sonntag 2008 durch die Boulevardzeitung Mail mit Banksy in Verbindung gebracht wurde.

Verstreute Spuren. "Unsere Analyse zeigt einige Bereiche auf, die mit einem führenden Kandidaten verbunden sind", heißt es in dem Artikel. "Ganz allgemein lassen diese Ergebnisse darauf schließen, dass die Analyse geringfügiger terroristischer Handlungen (z. B. einige Arten von Graffiti) dazu verwendet werden könnte, die Verstecke der Terroristen zu identifizieren, bevor schwerwiegendere Unfälle eintreten."

Datenschutz. Kurz gesagt, Banksy wurde als "Vorwand" benutzt, um die Gültigkeit eines statistischen Modells für reale Probleme zu beweisen. Die Studie wirft jedoch mehrere kritische Fragen auf: Da Banksy anonym handelt, ist nicht sicher, ob alle analysierten Arbeiten von seiner Hand ausgeführt wurden. Dann gibt es offensichtliche Datenschutzprobleme, so dass die Anwälte des Autors daran interessiert waren, wie das Studio der Presse vorgestellt worden wäre, und die Veröffentlichung um einige Tage verzögerten.