Vernetztes Auto: Für wen wird ein Deal sein? | Verhalten 2020

Anonim

Das vernetzte Auto, das mit dem Internet verbundene Auto, könnte das neue Smartphone sein, zumindest in Bezug auf die Erwartungen von Autofahrern und Unternehmen: für das erstere in Bezug auf Funktionalität und Dienstleistungen, für das letztere in Bezug auf die Einnahmen. Tatsächlich scheinen die Statistiken dies zu bestätigen: Zu Beginn des Jahres 2016 überstieg die Zahl der in den USA zugelassenen Neuwagen erstmals die Zahl der neu verkauften Smartphones. Immer mehr kluger Autoverkehr. Diese Zahl erklärt das wachsende Interesse der Telefonisten an der Branche: AT & T, eines der größten Telefongesellschaften in den USA, kann bereits auf bis zu 8 Millionen Autos zählen, die an sein Netz angeschlossen sind. Zusammen mit den anderen Geräten des Internets der Dinge (Sensoren, Geräte, Kameras usw., die wir hier erläutern) hat das Unternehmen allein im Jahr 2015 über 1 Milliarde Dollar an Datenverkehr verdient. Eine weitere interessante Zahl betrifft das weltweite Wachstum des Datenverkehrs: Laut Cisco ist er zwischen 2014 und 2015 um 74% gestiegen und hat sich in den letzten 10 Jahren um das 4000-fache vervielfacht. Heutzutage sind Mobiltelefone die größten Bandbreitenkonsumenten, dank derer wir immer mit dem Internet verbunden sind, um soziale Netzwerke zu aktualisieren, Fotos zu veröffentlichen, Spiele zu spielen und Videos anzusehen. Und der zweite Platz könnte bald Autos sein.

Wie aktualisiere ich Ihr Auto? Tatsächlich sind die meisten modernen Autos mit über 150 verschiedenen elektronischen Systemen ausgestattet, die von so vielen Mikroprozessoren gesteuert werden: von der Navigation bis zur Unterhaltung, von der aktiven Sicherheit bis zum Motormanagement, vom ABS bis zur Klimaanlage. Kurz gesagt, das Auto wird virtualisiert, und die Automobilunternehmen, zuerst Tesla, beginnen, es zu überdenken, indem sie Hardware und Software als eine Einheit entwerfen. Was wir für die nächsten Jahre erwarten können, ist eine Entwicklung des Autos in Bezug auf das Produkt, die der Entwicklung von Smartphones sehr ähnlich ist: Hardware und Software an Bord werden tendenziell immer kürzere Lebenszyklen haben, deren Dauer von diktiert wird neue Versionen der Betriebssysteme, die das Auto verwalten.

Der gleiche Tesla aktualisiert die Software seiner Autos über das Internet, genau wie die von Mobiltelefonen. Der einzige Unterschied zu Smartphones besteht darin, dass das Update nicht optional ist, sondern die neue Version der Software verfügbar ist, sobald sie verfügbar ist. Wer bezahlt? All dies bedeutet aus Verbrauchersicht, dass das vernetzte Auto zusätzlich zu Kraftstoff, Kfz-Steuer und Versicherung eine zusätzliche wiederkehrende Kostenposition aufweist: Konnektivität.

Das Auto wird dann eins mit dem Smartphone und wird es in vielen Fällen ersetzen: nicht nur um während der Reise anzurufen oder Karten zu konsultieren, sondern auch um zu bezahlen, Musik zu hören, Spiele zu spielen oder einen Film anzusehen während das autonome fahrsystem uns ans ziel bringt. Wer profitiert davon? Und wie. All dies eröffnet Unternehmen unendlich viele Gewinnmöglichkeiten: Telefonanbieter, Inhaltsanbieter und der Werbemarkt. Aber auch verschiedene mögliche Geschäftsmodelle: von den traditionelleren über den Konsum (ich bezahle für einen Dienst, zum Beispiel die Karten, wenn und wann ich sie benutze) bis zum Freemium zu Spotify (kostenlos Musik hören im Austausch für Werbung, aber ich kann dafür bezahlen) Service von besserer Qualität und ohne Werbung) für diejenigen, die bei Google völlig kostenlos sind. Letztere behalten sich jedoch das Recht vor, unsere „automobilisitci“ -Daten (wohin ich gehe, wann, wie ich fahre usw.) für kommerzielle Zwecke selbst zu erfassen und zu verwenden.

Sie könnten zum Beispiel beschließen, die Daten tugendhafter Autofahrer an Versicherungsunternehmen zu verkaufen, um sie zu ermutigen, Verträge mit vorteilhaften Zahlen abzuschließen und ebenso rücksichtslose zu bestrafen, indem sie ihnen möglicherweise eine Zusatzversicherung gegen Unfälle anbieten: die Entwicklung der Verhaltenswerbung auf vier Rädern Wir haben vor einiger Zeit darüber gesprochen. Laut Gartner werden bis 2020 über 250 Millionen vernetzte Autos im Umlauf sein. In den kommenden Jahren müssen wir daher mit der Entstehung beispielloser industrieller Allianzen zwischen Automobilherstellern, Telekommunikationsunternehmen und großen Online-Unternehmen rechnen, wie dies auch bei Mobiltelefonen der Fall ist.